- AutorIn
- Hamid Sadegh-Azar Fachgebiet Statik und Dynamik der Tragwerke, RPTU Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserlautern
- Titel
- Versagenswahrscheinlichkeit von Bauwerken bei Erdbeben
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-1058355
- Konferenz
- 16. Fachtagung Baustatik-Baupraxis. Dresden, 28. und 29. Mai 2026
- Quellenangabe
- Berichte der Fachtagung Baustatik - Baupraxis 16
Herausgeber: Michael Kaliske
Herausgeber: Wolfgang Graf
Herausgeber: Jakob Platen
Herausgeber: Julian Meyer
Erscheinungsort: Dresden
Verlag: Technische Universität Dresden
Erscheinungsjahr: 2026
Seiten: 89-96
ISBN: 978-3-86780-823-1 - Erstveröffentlichung
- 2026
- DOI
- https://doi.org/10.25368/2026.083
- Abstract (DE)
- Minisymposium Außergewöhnliche Belastungen und Tragwerkszuverlässigkeit
- Die Grundlage sämtlicher Baunormen besteht darin, materielle wie auch immaterielle Schäden infolge unsicherer Bauweisen zu vermeiden oder zumindest zu begrenzen. Auch wenn ein Höchstmaß an Sicherheit angestrebt wird, ist es prinzipiell unmöglich, eine absolute Zuverlässigkeit von Bauwerken zu gewährleisten. Aus diesem Grund definiert der Eurocode 0 eine normativ zulässige maximale Versagenswahrscheinlichkeit als Grundlage der bautechnischen Auslegung. Aufbauend hierauf verfolgen alle Bemessungsnormen und Berechnungsvorschriften das Ziel, ein Sicherheitsniveau zu erreichen, das dieser vorgegebenen Versagenswahrscheinlichkeit entspricht. Eine quantifizierbare Bestimmung der Versagenswahrscheinlichkeit erfordert die Anwendung probabilistischer Ansätze und Methoden. Im Erdbebeningenieurwesen ergibt sich diese Versagenswahrscheinlichkeit aus der Faltung der standortspezifischen seismischen Gefährdung mit der strukturellen Verletzlichkeit (Vulnerabilität) des betrachteten Bauwerks. Ziel dieses Beitrags ist es, das resultierende Sicherheitsniveau und die zugehörige Versagenswahrscheinlichkeit von Bauwerken nach Eurocode 8 unter Berücksichtigung der aktuellen Gefährdungsannahmen vereinfacht zu bestimmen und vergleichend zu bewerten. Hierzu wird das aus der sicherheitstechnischen Bewertung kerntechnischer Anlagen bekannte Sicherheitsreservefaktor-Verfahren in vereinfachter Form angewandt. Die Ergebnisse zeigen, dass das im Eurocode 0 geforderte Sicherheitsniveau für die Erdbebenauslegung nicht erreicht wird.
- Freie Schlagwörter (DE)
- Baustatik, Baupraxis, Tragwerksplanung, Bauingenieurwesen, Baunormen, Versagenswahrscheinlichkeit, Zuverlässigkeit, Erdbeben, Seismische Untersuchungen, Fragility, Vulnerabilität, Normen, Risiko
- Freie Schlagwörter (EN)
- Structural Engineering, Construction Practice, Structural design, civil engineering, building codes, Probability of failure, reliability, earthquakes, seismic investigations, fragility, vulnerability, standards, risk
- Klassifikation (DDC)
- 690
- Klassifikation (RVK)
- ZI 3300
- Publizierende Institution
- Technische Universität Dresden, Dresden
- Förder- / Projektangaben
- Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUK)
„Grundlagen für seismische Robustheitsuntersuchungen (Seismic Margin Assessments) und probabilistische Sicherheits- Analysen (PSA) für kerntechnische Bauwerke“
ID: 1501664 - Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-1058355
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 08.07.2026
- Dokumenttyp
- Konferenzbeitrag
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY-ND 4.0