- AutorIn
- Markus Wetzel Wetzel & von Seht Beratende Ingenieure Partnerschaft mbB
- Julius HartmannWetzel & von Seht Beratende Ingenieure Partnerschaft mbB
- Melissa MüllerWetzel & von Seht Beratende Ingenieure Partnerschaft mbB
- Titel
- Differenzierte Interessen bei der Sanierung am Beispiel der Deichtorhalle Süd in Hamburg
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-1058335
- Konferenz
- 16. Fachtagung Baustatik-Baupraxis. Dresden, 28. und 29. Mai 2026
- Quellenangabe
- Berichte der Fachtagung Baustatik - Baupraxis 16
Herausgeber: Michael Kaliske
Herausgeber: Wolfgang Graf
Herausgeber: Jakob Platen
Herausgeber: Julian Meyer
Erscheinungsort: Dresden
Verlag: Technische Universität Dresden
Erscheinungsjahr: 2026
Seiten: 71-78
ISBN: 978-3-86780-823-1 - Erstveröffentlichung
- 2026
- DOI
- https://doi.org/10.25368/2026.081
- Abstract (DE)
- Die Deichtorhallen Nord und Süd (1911/13) zählen in Hamburg seit Ende der 80er-Jahre zu den großen Ausstellungshäusern zeitgenössischer Kunst und Photographie in Europa. Ursprünglich waren diese für den Gemüsehandel konzipierten Hallen offen, wurden zu einem späteren Zeitpunkt geschlossen, blieben im Wesentlichen unbeheizt und gelten als bedeutende Monumente der deutschen Industriearchitektur. Die südliche Deichtorhalle wurde von 1910 bis 1912 durch die Baudeputation des Ingenieurswesens (Tragwerksbau: Breest & Co.) errichtet. In den Jahren 2003 bis 2005 wurde diese zum Haus der Photographie durch den Nutzer bzw. Mieter umgebaut. Seit 2020 wird die Halle grundlegend saniert und modernisiert, auch und vor allem um den musealen Anforderungen an ein annähernd gleichbleibendes Klima im Hinblick auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit gerecht zu werden. Da im Bestand die im Wesentlichen aus Mauerwerk bestehende Fassade in der Grundrissprojektion in der Systemebene des Haupttragwerks der Stahlkonstruktion verortet war und eine konsequente und beständige Mauerwerkssanierung über die Jahre nicht erfolgte, war die Stahlkonstruktion in erheblichen Umfang in Folge unkontrollierter Feuchtigkeitszufuhr korrodiert und sprengte infolge des Volumenzuwachses (Eisbildung bei Temperaturen unter 0 °C) wesentliche Teile der Mauerwerksfassade. Erheblicher Handlungsbedarf bestand zum Erhalt dieses stadteilprägenden Gebäudes, hierbei mussten die Interessen vom Auftraggeber und vom Nutzer, vom Denkmalschutz und vom „Portemonnaie“, von Gestaltung, Tragwerk und Bauphysik synchronisiert werden.
- Freie Schlagwörter (DE)
- Baustatik, Baupraxis, Tragwerksplanung, Bauingenieurwesen, Industriearchitektur, Mauerwerkssanierung
- Freie Schlagwörter (EN)
- Structural Engineering, Construction Practice, Structural design, civil engineering, industrial architecture, masonry restoration
- Klassifikation (DDC)
- 690
- Klassifikation (RVK)
- ZI 3300
- Publizierende Institution
- Technische Universität Dresden, Dresden
- Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-1058335
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 08.07.2026
- Dokumenttyp
- Konferenzbeitrag
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY-ND 4.0