- AutorIn
- Jens Hoffmann Zentralbereich Innovation & Digitalisierung, STRABAG SE
- Fabian EversZentralbereich Innovation & Digitalisierung, STRABAG SE
- Titel
- Digitale Transformation des Planens
- Untertitel
- Von der Zeichnung zum phasenübergreifenden Datenmodell
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-1058295
- Konferenz
- 16. Fachtagung Baustatik-Baupraxis. Dresden, 28. und 29. Mai 2026
- Quellenangabe
- Berichte der Fachtagung Baustatik - Baupraxis 16
Herausgeber: Michael Kaliske
Herausgeber: Wolfgang Graf
Herausgeber: Jakob Platen
Herausgeber: Julian Meyer
Erscheinungsort: Dresden
Verlag: Technische Universität Dresden
Erscheinungsjahr: 2026
Seiten: 27-37
ISBN: 978-3-86780-823-1 - Erstveröffentlichung
- 2026
- DOI
- https://doi.org/10.25368/2026.077
- Abstract (DE)
- Die digitale Transformation verändert das Planen im Bauwesen grundlegend. Insbesondere in der Entwurfs- und Tragwerksplanung führen algorithmisches Entwerfen, Generative Design, digitale Zwillinge und interoperable Datenprozesse zu einem veränderten Planungsverständnis. Planung entwickelt sich damit von einer Arbeitsweise, in der Pläne, Berichte und einzelne Planstände die führenden Informationsträger sind, hin zu einer datengestützten, vernetzten Disziplin: Modelle bilden nicht nur Geometrie ab, sondern bündeln strukturierte Informationen, Regeln und Entscheidungen und werden phasenübergreifend konsistent weiterverwendet. Modelle beschreiben dabei nicht mehr nur Geometrie, sondern fungieren als strukturierte und disziplinübergreifende Informationsträger für Annahmen, Regeln, Varianten, Prüfungen und Entscheidungen. Diese Informationen können konsistent über Planung, Ausführung und Betrieb hinweg weitergenutzt werden. Entscheidungen bleiben modellbasiert – neu ist ihre systematische, transparente und datenfundierte Herleitung. Der Beitrag beleuchtet diesen Wandel anhand von vier Entwicklungslinien: den Übergang zum regelbasierten, parametrischen Entwerfen, digitale Zwillinge als Verbindung zwischen Modell und Realität, die papierlose Baustelle als Ort datenbasierter Entscheidungen sowie die wachsende Bedeutung von Interoperabilität, Datenstandards und Governance. Ergänzend wird der Einsatz künstlicher Intelligenz in der Statik diskutiert, etwa zur Mustererkennung, Modellprüfung, Schadensdetektion und zur Beschleunigung von Simulationen. Die zentrale These lautet: Planen wird zur Datendisziplin. Der Mehrwert digitaler Methoden liegt nicht allein in Effizienz, sondern in einer neuen Qualität des Entscheidens. Entscheidend für den Erfolg sind klare Informationsanforderungen, belastbare Modellstrukturen, definierte Verantwortlichkeiten und ein schrittweiser organisatorischer Wandel. Die Zukunft des Planens ist datengetrieben – und menschlich verantwortet.
- Freie Schlagwörter (DE)
- Baustatik, Baupraxis, Tragwerksplanung, Bauingenieurwesen, Entwurf- und Tragwerksplanung, Datenprozesse
- Freie Schlagwörter (EN)
- Structural Engineering, Construction Practice, Structural design, civil engineering, Design and Structural Engineering, Data Processing
- Klassifikation (DDC)
- 690
- Klassifikation (RVK)
- ZI 3300
- Publizierende Institution
- Technische Universität Dresden, Dresden
- Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-1058295
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 07.07.2026
- Dokumenttyp
- Konferenzbeitrag
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY-ND 4.0