- AutorIn
- Dr. rer. medic. Ronja Schaber Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden
- Titel
- Predictors to successfully implement a 50/50-split-model of paid work, childcare, and housework between parents 17 months after the birth of their child
- Untertitel
- Daily routine, work-family balance, and soft skills
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-969599
- Erstveröffentlichung
- 2025
- Datum der Einreichung
- 14.01.2025
- Datum der Verteidigung
- 26.03.2025
- Abstract (DE)
- Hintergrund: Viele junge Paare planen nach der Geburt ihres Kindes Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung und Hausarbeit zu gleichen Teilen unter sich aufzuteilen. Doch die Implementierung eines solchen 50/50-Split-Modells ist schwierig und so implementieren Eltern nach der Geburt eines Kindes häufig traditionelle Geschlechterrollenverteilungen. Dies trägt dazu bei, dass der sogenannte Gender Time Gap bestehen bleibt: Frauen investieren mehr Zeit in Kinderbetreuung und Hausarbeit während Männer mehr Zeit in Erwerbsarbeit investieren. Studien zeigten, dass der Gender Time Gap negative Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit sowie auf die Beziehungszufriedenheit von sowohl Frauen als auch Männern hat. Frühere Studien versuchten Prädiktoren für den Gender Time Gap zu finden. Vier Haupttheorien setzten sich in der Forschung durch: Zeitverfügbarkeitstheorie, Theorie der relativen Ressourcen, Theorie der Geschlechterideologie und Theorie der Geschlechtsdarstellung. Der Einfluss dieser Theorien auf den Gender Time Gap wird moderiert durch Prädiktoren auf der Makroebene, wie beispielsweise die Kultur eines Landes. Obwohl die bisherige Forschung zum Gender Time Gap sehr umfangreich ist, konnte er bisher nie vollumfänglich erklärt werden. Darüber hinaus wurden die Theorien in einigen jüngeren Studien kritisiert. Beispielsweise versteht bisherige Forschung Individuen als passive Subjekte ihrer Umwelt und bietet den Eltern daher keine praktikablen Strategien, um gegen ihren individuellen Gender Time Gap vorzugehen. Ein Beispiel: Ein Paar erwartet ein Kind und lebt in einer traditionell geprägten Kultur. Es plant, das 50/50-Split-Modell zu implementieren. Es scheint kaum praktikabel nun in ein egalitäreres Land zu ziehen, nur weil dies ein Prädiktor für ein 50/50-Split-Modell ist. Über diesen Kritikpunkt hinaus hat die bisherige Forschung noch nicht untersucht, wie ein 50/50-Split-Modell unter Berücksichtigung des emotionalen Wohlbefindens der Eltern und ihres Effektivitätsgefühls implementiert werden kann. Außerdem fehlen aktuelle Daten über die Implementierungsrate des 50/50-Split-Modells in Deutschland. Fragestellung: Das Hauptziel dieser Dissertation war es, einen umfassenden Katalog an Prädiktoren für ein 50/50-Split-Modell von Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung und Hausarbeit zu finden. Ausgehend von den Forschungslücken wurden zwei Kriterien für die Prädiktoren festgelegt. Das erste Kriterium war, praktikable Strategien auf der Verhaltensebene zu finden, die junge Eltern anwenden können, um das 50/50-Split-Modell erfolgreich zu implementieren. Mit diesem Kriterium konzentrierte ich mich auf die Fähigkeit des Individuums anstatt wie vorherige Forschung auf das Individuum als passives Subjekt seiner Umwelt. Das zweite Kriterium war, bei den Prädiktoren die Emotionen der Eltern und ihr Effektivitätsgefühl zu berücksichtigen. Außerdem plante ich die Implementierungshäufigkeit des 50/50-Split-Modells, 14 Monate nach der Geburt, bei Eltern, die im Osten Deutschlands leben, zu erforschen. Material und Methoden: Diese Dissertation basiert hauptsächlich auf qualitativen Daten der Studie DREAMtalk. DREAMtalk ist eine Teilstudie der multimethodalen, prospektiven Kohortenstudie „DResdner Studie zu Elternschaft, Arbeit und Mentaler Gesundheit“ (DREAM). In der quantitativen Hauptstudie von DREAM füllen N = 3.860 (werdende) Mütter und Väter, die in Dresden, Deutschland leben, verschiedene Fragebögen aus. Für die Teilstudie DREAMtalk habe ich die quantitativen Daten des dritten Fragebogens von DREAM, 14 Monate nach der Geburt, gescreent, um n = 25 Teilnehmende für Interviews auszuwählen. Paare, die ihre Zeit für jeden der Bereiche Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung und Hausarbeit zu gleichen Teilen (im Bereich von 40 bis 60 %) unter sich aufteilten, kamen für eine Kontaktaufnahme infrage. Ich führte halbstrukturierte, problemzentrierte Interviews. Die Interview-Transkripte wertete ich anhand qualitativer Inhaltsanalyse aus. Diese Methode ermöglicht die Analyse großer Mengen qualitativer Daten auf ihre latente Bedeutung hin. Gleichzeitig reduziert sie diese Daten systematisch und fasst spezifische Informationen in allgemeinere Konzepte zusammen, die leicht verständlich und potenziell anwendbar sind. Für die quantitative Zielstellung verwendete ich die Daten von n = 1.036 Paaren, die den dritten DREAM Fragebogen ausgefüllt hatten. Ich berechnete die Implementierungsrate des 50/50-Split-Modells 14 Monate nach der Geburt anhand vier verschiedener Maße. Ergebnisse: Die qualitative Inhaltsanalyse ergab einen Katalog von 64 Prädiktoren auf Verhaltensebene. Diese können Eltern anwenden, um ein 50/50-Split-Modell – unter positiven Emotionen und Effektivitätsgefühlen – zu implementieren. Die Prädiktoren auf der Verhaltensebene sind in folgende Themenbereiche sortiert: Alltagsaufgabenmanagement, Kinderbetreuung, Elternzeit, Berufsaufgabenmanagement, Paarbeziehung, bereichsübergreifende Kompetenzen und Ich-Zeit und Paar-Zeit. Beispiele aus dem Themenbereich Alltagsaufgabenmanagement sind ein gemeinsamer Koordinationstermin, vorausschauend Planen, Flexibilität, reduziert Putzen, Wege optimieren und Schichtsysteme. Ein Beispiel aus Kinderbetreuung ist eine aufgeschlossene Einstellung gegenüber Kinderbetreuung ab einem Kindesalter von 14 Monaten. Beispiele aus Elternzeit sind sowohl eine 50/50-Aufteilung der Elternzeitmonate zwischen den Eltern (teilweise parallel möglich) als auch solo Elternzeitmonate des Vaters. Beispiele aus Berufsaufgabenmanagement sind Abgrenzung zwischen Beruf und Familie und in anderen Situationen Integration von Beruf und Familie. Beispiele aus Paarbeziehung sind Wertschätzung des:der Partner:in für übernommene Aufgaben und Themen ansprechen. Beispiele aus bereichsübergreifende Kompetenzen sind Gelassenheit sowie Selbstfürsorge und Durchsetzungsfähigkeit. Ein Beispiel aus Ich-Zeit und Paar-Zeit ist die Übereinstimmung zwischen dem Stellenwert, der Ich-Zeit und Paar-Zeit gegeben wird und der Umsetzung von Ich-Zeit und Paar-Zeit. Einige dieser Strategien auf der Verhaltensebene erscheinen zunächst gegensätzlich, z. B. vorausschauend Planen und gleichzeitig unvorhergesehenen Veränderungen mit Flexibilität begegnen oder die Abgrenzung und Integration von Beruf und Familie. Diese scheinbar gegensätzlichen Strategien wurden von den Teilnehmenden ausgewogen angewandt, was eine zusätzliche Strategie darstellte. Darüber hinaus ergab die qualitative Inhaltsanalyse acht Prädiktoren auf Makroebene. Wenn diese von Politik und Arbeitgeber:innen bereitgestellt werden, können sie von Eltern genutzt werden, um ein 50/50-Split-Modell – unter positiven Emotionen und Effektivitätsgefühlen – zu implementieren. Die Prädiktoren auf Makroebene sind in die folgenden Themenbereiche sortiert: Kinderbetreuung, Elternzeit und berufliche Merkmale. Beispiele sind die Verfügbarkeit von öffentlicher Kindertagesbetreuung, von solo Elternzeitmonaten für Väter, eine Erwerbsarbeitszeit von unter 39 Stunden pro Woche, Flexibilisierungsmöglichkeiten für Mitarbeiter:innen und ein familienfreundliches Gefühl und Betriebsklima bei der Erwerbsarbeit. Die quantitativen Auswertungen ergaben eine Implementierungsrate des 50/50-Split-Modells von 3.8 bis 17.5 % unter Eltern im Osten von Deutschland, 14 Monate nach der Geburt, je nach Maß, das für die Berechnung verwendet wurde. Schlussfolgerungen: Nach bestem Wissen bin ich die Erste, die eine so umfangreiche Liste praktikabler Erfolgsstrategien für ein 50/50-Split-Modell auf der Verhaltensebene ermittelt hat. Außerdem bin ich die Erste, die dabei beachtet hat, ob Eltern bei der Implementierung des 50/50-Split-Modells positive Emotionen und Effektivitätsgefühle empfinden. Diese beiden Neuerungen können dazu beitragen, dass mehr Eltern ein 50/50-Split-Modell implementieren. Strategien auf der Verhaltensebene sind niederschwellig im Vergleich zu Prädiktoren auf der Makroebene wie z. B. die Verfügbarkeit von Elternzeit für beide Elternteile, die auf gesetzlichen Regelungen beruht. Wenn Elternzeit nicht verfügbar ist, können Eltern sie schlicht nicht nutzen. Darüber hinaus kann mein Fokus auf positive Emotionen und Effektivitätsgefühle in Erwerbsarbeit und familiären Rollen das 50/50-Split-Modell für Eltern attraktiver machen, die ihre Pläne zur Implementierung des Modells aufgrund verschiedener damit verbundener Herausforderungen, wie z. B. starker Leistungsideale, aufgaben. Wenn mehr Eltern das 50/50-Split-Modell mithilfe der vorgestellten Prädiktoren implementieren, könnte dies zu einer gesünderen und zufriedeneren Bevölkerung führen. Vorangehende Forschung hat gezeigt, dass das 50/50-Split-Modell sich positiv auf die psychische und physische Gesundheit sowie die Beziehungszufriedenheit auswirken kann.
- Abstract (EN)
- Background: Many young couples are planning to share paid work, childcare, and housework equally between each other once their child is born. But implementing such a 50/50-split-model is difficult and thus parents often implement traditional gender role distributions after the birth of a child. This contributes to the continuation of the gender time gap, with women spending more time on childcare and housework and men more time on paid work. The gender time gap has been shown to have negative effects on mental health, physical health, and relationship satisfaction for both women and men. Prior research tried to explain the gender time gap. Four micro-level theories persisted in literature: time availability, relative resources, gender ideology, and gender display. The impact of these theories on the 50/50-split-model seems to be moderated by macro-level predictors like culture. Even though prior research is extensive, it has never been able to fully explain the gender time gap and recently been criticized. E.g., prior theories understand individuals as passive subjects of environmental determinants and thus do not offer parents practicable strategies to “undo gender” actively. E.g., if a couple wants to implement the 50/50-split-model but lives in a traditional culture, it seems impracticable for them to move to a more egalitarian country, just because this is a predictor for a 50/50-split-model. Additionally, prior research has not explored how the 50/50-split-model can be implemented in consideration of parents’ emotional well-being and feelings of effectiveness. Moreover, up-to-date data on the implementation rate of the 50/50-split-model in Germany are missing. Research question: The major objective of this dissertation was to find a comprehensive catalog of predictors for a 50/50-split-model of paid work, childcare, and housework between parents. Based on the research gaps, two criteria were defined for the predictors. The first criterion was to find practicable strategies on a behavioral-level which new parents can apply to successfully implement the 50/50-split-model. This way I focused on the ability of the individual rather than the individual as a dependent of environmental determinants. The second criterion was to uncover predictors that can be utilized to implement the 50/50-split-model while at the same time considering parents’ emotions and feelings of effectiveness. Additionally, I aimed to explore the implementation frequency of the 50/50-split-model among parents living in eastern parts of Germany at 14 months postpartum. Material and Methods: This dissertation is mainly based on qualitative data from the study DREAMtalk. DREAMtalk is a sub-study to the multi-method, prospective, cohort Dresden Study on Parenting, Work, and Mental Health (“DResdner Studie zu Elternschaft, Arbeit und Mentaler Gesundheit”; DREAM). In the quantitative main study DREAM, N = 3,860 (expectant) mothers and fathers living in Dresden, Germany, complete various questionnaires. For the sub-study DREAMtalk, I screened quantitative data of the third questionnaire of DREAM, 14 months postpartum, to purposively select n = 25 participants for interviews. Participants were eligible for contact, if a couple divided time spent on each of the domains paid work, childcare, and housework equally (within the range of 40–60%) between themselves. I conducted semi-structured, problem-centered interviews. I analyzed the interview transcripts via qualitative content analysis. This method allows the analysis of large amounts of qualitative data for latent meaning. At the same time, it entails a systematic reduction of this data and the subsumption of specific information under more general concepts, which can be easily understood and potentially be applied. For the quantitative objective, I used data of n = 1,036 couples participating in the third DREAM questionnaire to calculate the implementation rate of the 50/50-split-model at 14 months postpartum via four different measures. Results: The qualitative content analysis revealed a catalog of 64 behavioral-level predictors which parents can apply to implement a 50/50-split-model while having positive emotions and feelings of effectiveness. The behavioral-level predictors are organized under the topics of daily routine management, childcare assistance, parental leave, paid work management resources, couples’ relationship, cross-divisional competence, and me-time and couples-time. Examples in the topic of daily routine management include having a regular coordination appointment with the other parent, planning foresightedly, flexibility, reducing cleaning, optimization of routes, or moderate split-shift parenting. An example in childcare assistance is acknowledging benefits of childcare assistance from the age of 14 months. Examples in parental leave include sharing parental leave months equally with the other parent (partially possible parallelly) and fathers taking solo periods of parental leave. Examples in paid work management resources include segmentation from paid work and controversially, in other situations, integration of paid work and family. Examples in couples’ relationship include appreciating the partner for assumed tasks and addressing issues. Examples in cross-divisional competence include serenity as well as self-care and assertiveness. An example in me-time and couples-time is that the prioritization level of me-time and couples-time corresponds to its implementation level. Some of these behavioral-level predictors seem opposing, e.g., planning foresightedly, and at the same time, meeting unpredicted changes with flexibility or segmentation and integration of paid work and family. Those seemingly opposing strategies were well balanced by the participants, which was an additional strategy. Moreover, the qualitative content analysis revealed eight macro-level predictors which—if provided by politics and employers—parents can utilize to help them implement a 50/50-split-model while having positive emotions and feelings of effectiveness. The macro level predictors are organized under the topics of childcare assistance, parental leave, and paid work characteristics. Examples include the availability of public childcare assistance, of solo paternal leave, working less than 39 hours per week in paid work, flexibility options for employees, and family-friendly workplace cultures. Quantitative results showed a 50/50-split-model implementation rate of 3.8–17.5% at 14 months postpartum among parents living in eastern parts of Germany, depending on the measure used for its calculation. Conclusion: To the best of my knowledge, I was the first to identify such an extensive list of practicable success strategies for a 50/50-split-model on the behavioral-level. Moreover, I was the first to consider whether parents have positive emotions and feel effective while implementing the 50/50-split-model. These two novelties can lead to more parents implementing a 50/50-split-model. Behavioral-level predictors are a low-threshold gateway to implement the 50/50-split-model in comparison to macro-level predictors like the availability of parental leave for both parents, which is a political decision. If parental leave is not available, parents will simply not be able to utilize it. Moreover, having positive emotions and feelings of effectiveness in both paid work and family roles might make the 50/50-split-model more appealing for parents who have forfeited their plans to implement the model due to different challenges, including, e.g., excessive performance ideals, connected with it. More parents implementing a 50/50-split-model with the help of the presented predictors may lead to a healthier and more satisfied population, seeing prior research has shown that a 50/50-split-model might be beneficial for mental health, physical health, and relationship satisfaction.
- Freie Schlagwörter (DE)
- 50/50-Split-Modell von Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung und Hausarbeit, Doppelverdiener Eltern, Egalitäre Geschlechterrollenverteilung, Work-Family Balance, DREAM Studie.
- Freie Schlagwörter (EN)
- 50/50-split-model of paid work, childcare, and housework; Dual-earner parents, Egalitarian gender role distribution, Work-family balance, DREAM study.
- Klassifikation (DDC)
- 610
- Klassifikation (RVK)
- MS 2020
- GutachterIn
- Prof. Susan Garthus-Niegel
- PD Gloria Wintermann
- Den akademischen Grad verleihende / prüfende Institution
- Technische Universität Dresden, Dresden
- Förder- / Projektangaben
- Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
DResdner Studie zu Elternschaft, Arbeit und Mentaler Gesundheit
(DREAM)
ID: GA 2287/4 − 1, GA 2287/4 − 2. - Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-969599
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 28.05.2025
- Dokumenttyp
- Dissertation
- Sprache des Dokumentes
- Englisch
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY 4.0- Inhaltsverzeichnis
List of abbreviations 1 List of figures 2 List of tables 3 English summary 8 Deutsche Zusammenfassung 11 1 Background 14 1.1 Relevance of gender equality in paid and unpaid work 14 1.2 Types of gender role distributions 15 1.3 The scarcity of the 50/50-split-model among parents 16 1.4 Predominant explanations for the scarcity of the 50/50-split-model 17 1.4.1 Micro-level theories 17 1.4.2 Macro-level predictors 20 1.4.3 Behavioral-level predictors 21 1.5 Theoretical framework 24 1.6 Challenges associated with implementing the 50/50-split-model 26 1.7 Knowledge gaps 27 2 Objectives of this dissertation 28 3 Scientific approach 29 3.1 Research design overview 29 3.2 Research paradigm 30 3.3 Reflexivity 30 3.4 Participant recruitment 31 3.4.1 Participant selection 31 3.4.2 Recruitment process 33 3.4.3 Ethical statement 33 3.5 Data collection procedures 34 3.5.1 Preparation of interview guide 34 3.5.2 Content of interview guide 34 3.5.3 Interviewer training 34 3.5.4 Interview modalities 35 3.5.5 Post-questionnaire 35 3.5.6 Recording and data transformation 35 3.6 Data-analytic strategies 36 3.6.1 Step 1: Development of the coding frame 36 3.6.2 Step 2: Trial coding and reliability 37 3.6.3 Step 3: Main coding and validity 37 3.6.4 Integration of quantitative data of post-questionnaire 38 4 Scientific finding 1: Coding frame 39 4.1 Vorangehende Voraussetzungen 41 4.1.1 Gemeinsame Übereinkunft, das 50/50-Split-Modell zu implementieren 41 4.1.2 Wunsch, 50/50-Split-Modell zu implementieren als Maßstab bei der Partner:innenwahl 43 4.2 Alltagsaufgabenmanagement 46 4.2.1 Methoden zur übergeordneten Aufgaben- und Terminkoordination 47 4.2.2 Strategien, angewandt während der Aufgaben- und Terminkoordination 50 4.2.3 Gemeinsam genutzte Tools zur Aufgaben- und Terminkoordination 53 4.2.4 Arbeitsaufwand im Haushalt reduzieren 56 4.2.5 Verteilung der (übrigen) Aufgaben 60 4.2.6 Ausführung der (übrigen) Aufgaben 63 4.2.7 Aufenthaltsort des Kindes (Kombinationskategorie) 67 4.2.8 Beurteilung der Kinderversorgungs- und Haushaltsfähigkeiten des:der Partner:in 71 4.2.9 Regulierung aufkommender Ungleichgewichte bei Haushalt und Kinderversorgung 77 4.2.10 Aufgabe (Kombinationskategorie) 80 4.3 Kinderbetreuung 85 4.3.1 Kinderbetreuungsnetzwerk 86 4.3.2 Intensität der Kinderbetreuung durch soziales Umfeld der Eltern 91 4.3.3 Funktion der Kinderbetreuung durch soziales Umfeld der Eltern 93 4.3.4 Einstellung zur Kinderbetreuung (gesamtes Kinderbetreuungsnetzwerk) 95 4.4 Elternzeit 98 4.4.1 Aufteilung der Elternzeitmonate 98 4.4.2 Solo Elternzeitmonate des Vaters 101 4.4.3 Maßnahmen, um den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern 103 4.5 Berufliche Merkmale 106 4.5.1 Berufsgruppe 107 4.5.2 Berufliche Besonderheiten 111 4.5.3 Arbeitszeit (nur Hauptberuf) 113 4.5.4 Arbeitszeit (inkl. zusätzliche Tätigkeit) 115 4.5.5 Strukturelle Flexibilität (Arbeitszeitmodell) 117 4.5.6 Familienfreundlichkeit 122 4.6 Berufsaufgabenmanagement 126 4.6.1 Berufsaufgabenmanagement 126 4.7 Paarbeziehung 132 4.7.1 Umgang mit dem:der Partner:in 132 4.7.2 Kommunikation mit dem:der Partner:in 137 4.7.3 Konfliktlösungsstil-Inventar 141 4.8 Bereichsübergreifende Kompetenzen 143 4.8.1 Bereichsübergreifende Kompetenzen 143 4.9 Ich-Zeit und Paar-Zeit 147 4.9.1 Ich-Zeit vs. Paar-Zeit (Kombinationskategorie) 147 4.9.2 Art der Aktivität (Ich-Zeit und Paar-Zeit) 150 4.9.3 Örtlichkeit der Aktivität (Ich-Zeit und Paar-Zeit) 152 4.9.4 Aufenthaltsort des Kindes (Ich-Zeit und Paar-Zeit) 153 4.9.5 Einstellung zu Ich-Zeit und Paar-Zeit 153 5 Scientific finding 2: Number of references regarding categories addressing objective 3 (Paper in preparation) 156 6 Publications 160 6.1 Paper 1 160 6.1.1 Supplementary information of Paper 1 181 6.2 Paper 2 185 6.2.1 Supplementary information of Paper 2 203 7 Discussion and outlook 210 7.1 Summary and interpretation of key findings 210 7.1.1 Objective 1 212 7.1.2 Objective 2 213 7.1.3 Objective 3 215 7.1.4 Contextualization of results in the broader research context 216 7.1.5 Objective 4 217 7.2 Strengths 217 7.3 Limitations and research implications 219 7.4 Practical and policy implications 220 8 Conclusion 222 9 References 224 10 Appendices 236