- AutorIn
- Dr. med. Ahmed Sayed Ahmed
- Titel
- Auswirkungen einer interventionellen Mitralklappentherapie (Mitraclip) auf die Rechtsherzfunktion und die Trikuspidalklappeninsuffizienz
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-939720
- Erstveröffentlichung
- 2024
- Datum der Einreichung
- 14.12.2023
- Datum der Verteidigung
- 01.10.2024
- Abstract (DE)
- Hintergrund: Das MitraClip-Verfahren stellt eine therapeutische Option für Patienten mit symptomatischer Mitralklappeninsuffizienz und erhöhtem Operationsrisiko dar. Es ist anzunehmen, dass die Mitralklappeninsuffizienz eine Verschlechterung der Rechtsherzfunktion durch Volumen- und Drucküberladung mit verursacht. Forschungsfragen: Unsere Studie adressiert folgende Fragen: 1. Welche genauen Auswirkungen hat die alleinige Reduktion der Mitralklappeninsuffizienz auf den Verlauf der Rechtsherzfunktion? Dieser Aspekt wurde bisher nicht ausreichend untersucht. 2. Ist es notwendig, eine gleichzeitige interventionelle oder operative Korrektur für eine koexistierende schwere Trikuspidalklappeninsuffizienz durchzuführen? Methodik: 62 Patienten mit hochgradiger Mitralklappeninsuffizienz und gleichzeitiger mittel- bis hochgradiger Trikuspidalklappeninsuffizienz wurden rekrutiert. Alle Patienten unterzogen sich einer ausführlichen 2D- und 3DEchokardiographie vor und 6 Monate nach der MitraClip-Implantation. Die Funktion des rechten Ventrikels (RV) wurde anhand von TAPSE, TASV, RVFAC und MPI bewertet. Der rechtsventrikuläre systolische Druck (RVSP) wurde zur Einschätzung einer pulmonalen Hypertonie und somit der RV-Nachlast herangezogen. Weitere Parameter umfassten den Schweregrad der Trikuspidalklappeninsuffizienz sowie die Dimensionen und Volumina des rechten Ventrikels und des rechten Atriums. Ergebnisse: 6 Monate nach MitraClip-Implantation zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Funktion des rechten Ventrikels. Es verbesserten sich folgende Rechtsherzfunktionsparameter signifikant:RVFAC (33,1 ± 10,7 vs. 39,2 ± 9,6, p < 0,0001) und TASV (9,4 ± 2,4 vs. 10,6 ± 2,6, p = 0,01), ebenso wie der RVSP (52,3 ± 12,3 vs. 43,9 ± 11,8, P<0.0001). Die Dimensionen und Volumina des rechten Atriums und Ventrikels zeigten keine signifikanten Veränderungen, außer einer Verringerung der RVOT-Dimension. Der Schweregrad der Trikuspidalklappeninsuffizienz verringerte sich im Durchschnitt signifikant. Die Veränderung in der Mitralklappeninsuffizienz war der einzige signifikante Prädiktor für Veränderungen in der Trikuspidalklappeninsuffizienz. Schlussfolgerung: Die Reduktion der Mitralklappeninsuffizienz mittels MitraClip geht im Durchschnitt mit einer signifikanten Verbesserung der Rechtsherzparameter einher, insbesondere in Bezug auf die Funktion der rechten Herzkammer. Gleichzeitig zeigt sich häufig eine Reduktion des Schweregrads der Trikuspidalklappeninsuffizienz. Dies legt nahe, dass ein schrittweises Vorgehen in Bezug auf die Behandlung der residualen Trikuspidalklappeninsuffizienz zunächst gerechtfertigt erscheint.
- Freie Schlagwörter (DE)
- Mitraclip, Mitralinsuffizienz, Trikuspidalklappeninsuffizienz, Rechtsherzfunktion
- Freie Schlagwörter (EN)
- Mitraclip, Insuffisance mitrale, Insuffisance valvulaire tricuspide, Fonction cardiaque droite
- Klassifikation (DDC)
- 610
- Klassifikation (RVK)
- YB 9404
- GutachterIn
- PD Dr. med. habil. Christian Pflücke
- PD Dr. med. habil. Felix Heidrich
- Den akademischen Grad verleihende / prüfende Institution
- Technische Universität Dresden, Dresden
- Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-939720
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 29.10.2024
- Dokumenttyp
- Dissertation
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY-NC-SA 4.0