- AutorIn
- Martin Eichler Technische Universität Dresden, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Medizinische Klinik und Poliklinik I#Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät, Nationales Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT/UCC)
- Leopold HentschelTechnische Universität Dresden, Medizinische Fakultät, Nationales Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT/UCC)
- Susanne SingerJohannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI), Universitätsmedizin
- Beate Hornemann
- Peter Hohenberger
- Bernd Kasper
- Dimosthenis Andreou
- Daniel Pink
- Jens Jakob
- Karin Arndt
- Christine Hofbauer
- Klaus-Dieter Schaser
- Martin Bornhäuser
- Jochen Schmitt
- Markus K. Schuler
- Titel
- Psychische Verfassung und psychosoziale Versorgungssituation von Patienten mit Knochensarkomen
- Untertitel
- Resultate einer deutschen multizentrischen Beobachtungsstudie (PROSa)
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-889847
- Übersetzter Titel (EN)
- Psychological distress and psychosocial treatment situation in patients with bone sarcomas : Results of a German multicenter observational study (PROSa)
- Quellenangabe
- Die Onkologie
Erscheinungsjahr: 2022
Jahrgang: 28
Seiten: 604-611
ISSN: 2731-7226
E-ISSN: 2731-7234 - Erstveröffentlichung
- 2022
- Abstract (DE)
- Hintergrund: Knochensarkome sind eine Gruppe sehr seltener maligner Tumoren. Es existieren nur wenige Studien zur psychischen Belastung der betroffenen Patienten. Ziel war es, die Prävalenz erhöhter psychischer Belastung in dieser Gruppe zu ermitteln, damit assoziierte Faktoren zu untersuchen und die Inanspruchnahme psychoonkologischer Angebote zu erfassen. Methode: Die Kohortenstudie PROSa (Krankheitslast und Versorgungssituation bei Sarkomen) wurde zwischen 2017 und 2020 in 39 deutschen Studienzentren durchgeführt. Für die vorliegende Analyse wurden Baseline-Querschnittsdaten von erwachsenen Knochensarkompatienten ausgewertet. Die psychische Belastung wurde mit dem Patient Health Questionnaire (PHQ-4) evaluiert. Sozioökonomische und klinische Faktoren wurden als mögliche Prädiktoren erhöhter psychischer Belastung mit multivariablen logistischen Regressionsmodellen exploriert. Resultate: Bei den 194 eingeschlossenen Patienten betrug die Prävalenz von Ängsten 18%, die von Depressivität 22%. Insgesamt waren 29% der Patienten überschwellig psychisch belastet. 23% hatten eine psychoonkologische Betreuung in Anspruch genommen. Im vollen Modell waren arbeitslose Patienten (Odds Ratio [OR] 5,7; 95%- Konfidenzintervall [CI] 1,6–20,0) und Patienten mit Erwerbsminderungsrente (OR 3,6; 95%-CI 1,03–12,9) im Vergleich zu solchen in Beschäftigung häufiger belastet, Patienten mit Altersrente, in Vorruhestand oder in Altersteilzeit dagegen weniger häufig (OR 0,2; 95%-CI 0,05–0,9). Die Häufigkeit psychischer Belastung war bei Patienten 5 Jahre nach Diagnose (Vergleich Diagnose <6 Monate) geringer (OR 0,1; 95%-CI 0,04–0,4). Konklusion: Die Prävalenz erhöhter psychischer Belastung bei Knochensarkompatienten ist hoch. Arbeitslose Patienten, solche mit Erwerbsminderungsrente sowie neu diagnostizierte Patienten sind besonders vulnerabel. Das Behandlungsteam sollte sich dieser Faktoren bewusst sein und auch diese sozialen Aspekte der Erkrankung berücksichtigen.
- Andere Ausgabe
- Link zum Artikel, der zuerst in der Zeitschrift „Die Onkologie” erschienen ist.
DOI: 10.1007/s00761-022-01098-8 - Freie Schlagwörter (DE)
- Sarkome, Psychische Belastung, Seltene Erkrankung, Psychoonkologie, Depressivität, Ängste
- Freie Schlagwörter (EN)
- Sarcomas, psychological stress, rare diseases, psycho-oncology, depression, anxiety
- Klassifikation (DDC)
- 610
- Verlag
- Springer Medizin, Berlin ; Heidelberg ; New York
- Förder- / Projektangaben
- Deutschen Krebshilfe ID: 111713
- Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-889847
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 02.02.2024
- Dokumenttyp
- Artikel
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY 4.0