- AutorIn
- Dr. med. Lea Feldmann
- Titel
- Pulmonale Komplikationen in der onkologischen Leberchirurgie
- Untertitel
- Identifizierung von Risikofaktoren für das Auftreten postoperativer pulmonaler Komplikationen mit Analyse von deren Einfluss auf Morbidität und Mortalität
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-1051998
- Übersetzter Titel (EN)
- Pulmonary Complications in Oncological Liver Surgery : Identification of Risk Factors for the Occurrence of Postoperative Pulmonary Complications, with an Analysis of Their Impact on Morbidity and Mortality
- Erstveröffentlichung
- 2026
- Datum der Einreichung
- 20.05.2025
- Datum der Verteidigung
- 21.04.2026
- Abstract (DE)
- Postoperative pulmonale Komplikationen (PPCs) stellen eine der häufigsten Komplikationen nach Leberresektionen dar. Diese sind von hoher klinischer Relevanz, da sie einen signifikanten Einfluss auf das postoperative Ergebnis haben. Ziel dieser Arbeit ist die Identifizierung und Stratifikation von Risikofaktoren für das Auftreten postoperativer pulmonaler Komplikationen am eigenen Patientengut. Dadurch soll ein Augenmerk auf die Thematik gelegt werden, um gegebenenfalls präventive Maflnahmen zu ergreifen und frühzeitige Therapien einleiten zu können, um somit der einhergehenden Morbidität und Mortalität vorzubeugen. In der vorliegenden Arbeit lag die Inzidenz der PPCs am eigenen Gesamtkollektiv von insgesamt 1074 durchgeführten onkologischen Leberresektionen bei 17,1%. Die analysierten PPCs beinhalteten: Pneumonien 2,6% (n = 28), Lungenembolien 4,1% (n= 44), Pleuraergüsse 8,9% (n = 96) und Pneumothoraces 1,5% (n = 16). PPCs waren mit einer signifikant erhöhten Morbidität (50,0%) und 30-Tages-Mortalität (11,5%) assoziiert. Durch längere Krankenhausaufenthalte, eine häufigere Notwendigkeit von Re-Operationen und Intensivaufenthalten, stellen diese nicht nur für die Patienten, sondern auch für das Gesundheitssystem eine große Herausforderung dar. Neben dem Einfluss auf den kurzfristigen postoperativen Verlauf konnte gezeigt werden, dass PPCs zu einem signifikant kürzeren medianen Langzeit-Überleben der Patienten führen. Um präventive Maßnahmen ergreifen zu können, wurden im Rahmen dieser retrospektiven Studie unter anderem Risikofaktoren identifiziert, die das Auftreten von PPCs begünstigen. Mittels Multivarianzanalyse konnten anhand der signifikanten Ergebnisse der Univarianzanalysen unabhängige Risikofaktoren für das Auftreten von PPCs ermittelt werden. Dazu zählen das hohe Alter, die Durchführung der Operation als offene, anatomische Resektionen, spezifisch die erweiterte rechtsseitige Hemihepatektomie, die Anlage einer biliodigestiven Anastomose sowie präoperative Thrombozytenwerte oberhalb der Referenz. In Anbetracht der Tatsache, dass eine Vielzahl dieser Risikofaktoren nicht modifizierbar oder umgehbar sind, erlangt die postoperative Überwachung mit spezifischem Fokus auf mögliche PPCs eine wesentliche Bedeutung. Eine frühzeitige und gezielte Therapie einschließlich intensivierter Atemtherapie und Frühmobilisation kann dazu beitragen das Ausmaß der PPCs einzuschränken. Neben der postoperativen Betreuung nimmt auch die präoperative Optimierung einen wichtigen Stellenwert ein. Eine präoperative Anämiekorrektur durch Eisensubstitution kann beispielsweise die Reserve der Patienten verbessern und somit Komplikationen reduzieren. Bezüglich der Operation sollte, wenn möglich, ein minimalinvasives, parenchymsparendes Verfahren gewählt werden. Dies geht mit einer geringeren Rate an PPCs einher, führt zu einer schnelleren Erholung und minimiert somit auch die Krankenhausliegedauer. Durch die Implementierung allgemeiner Präventionsmaßnahmen von PPCs nach Hepatektomien kann die Gesamtmorbiditätsrate sowie die Krankenhausaufenthaltsdauer reduziert werden. Dies führt zu einer Kostenersparnis für Krankenhäuser und die gesamte Gesellschaft.
- Freie Schlagwörter (DE)
- postoperative pulmonale Komplikationen, onkologische Leberchirurgie
- Freie Schlagwörter (EN)
- postoperative pulmonary complications, oncological liver surgery
- Klassifikation (DDC)
- 610
- Klassifikation (RVK)
- YI 2204
- YI 8704
- GutachterIn
- Prof. Dr. med. Carina Riediger
- Prof. Dr. med. Jens-Peter Kühn
- Den akademischen Grad verleihende / prüfende Institution
- Technischen Universität Dresden, Dresden
- Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-1051998
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 08.07.2026
- Dokumenttyp
- Dissertation
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
- Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 9 1.1 Anatomie und Physiologie der Leber 10 1.2 Indikationen zur Leberchirurgie 11 1.2.1 Primäre Malignome 11 1.2.2 Sekundäre Lebermalignome 13 1.3 Leberchirurgie 14 1.3.1 Grundlagen 14 1.3.2 Resektionsverfahren 15 1.3.3 Leberchirurgie im Rahmen multimodaler Konzepte 16 1.4 Postoperative Komplikationen 17 1.4.1 Allgemeine Komplikationen 17 1.4.2 Postoperative pulmonale Komplikationen (PPCs) 19 2. Fragestellung 21 3. Material und Methoden 22 3.1 Patientenkollektiv 22 3.2 Datenbank / Datenbankparameter 23 3.3 Leberresektionen 23 3.4 Datenbankanalysen 23 3.4.1 Gesamtkohorte 23 3.4.2 Vergleichsanalyse von Patienten mit versus ohne PPCs 24 3.4.3 Univarianz-und Multivarianzanalysen 25 3.4.4 Kaplan-Meier-Analysen 25 3.5 Datenschutz und Ethik 25 4. Ergebnisse 26 4.1 Gesamtkohorte 26 4.1.1 Patientencharakteristika 27 4.1.2 Diagnosen 30 4.1.3 Intraoperative Parameter 31 4.1.4 Transfusion von Blutprodukten 32 4.1.5 Postoperatives Outcome 33 4.1.6 Postoperative pulmonale Komplikationen (PPCs) 35 4.2 Vergleichsanalyse von Patienten mit versus ohne PPCs 35 4.2.1 Patientencharakteristika 36 4.2.2 Diagnosen 38 4.2.3 Intraoperative Parameter 40 4.2.4 Laborparameter 45 4.2.5 Transfusion von Blutprodukten 46 4.2.6 Postoperatives Outcome 47 4.3 Uni-und Multivarianzanalysen 55 4.3.1 Univarianzanalysen: Risikofaktoren für das Auftreten von PPCs 55 4.3.1.1 Patientencharakteristika 55 4.3.1.2 Diagnosen 57 4.3.1.3 Intraoperative Parameter 57 4.3.1.4 Laborparameter 60 4.3.1.5 Transfusion von Blutprodukten 61 4.3.2 Multivarianzanalyse: Risikofaktoren für das Auftreten von PPCs 62 4.3.3 Univarianzanalysen: Einfluss von PPCs auf Morbidität und Mortalität 63 4.3.3.1 Univarianzanalysen: Einflussfaktoren auf die 30-Tages-Mortalität 64 4.3.3.2 Multivarianzanalyse: Einflussfaktoren auf die 30-Tages-Mortalität 66 4.4 Onkologisches Langzeitergebnis 66 4.5 Kaplan-Meier-Analysen 68 4.5.1 Analyse von Einflussfaktoren auf das mediane Überleben 70 4.5.1.1 Medianes Überleben nach Minor-versus Major-Resektionen 71 4.5.1.2 Medianes Überleben mit und ohne Revisionsoperation 72 5. Diskussion 74 5.1 Patientencharakteristika/ Präoperative Paramater 74 5.2 Diagnosen 79 5.3 Intraoperative Parameter 80 5.4 Transfusion von Blutprodukten 84 5.5 Postoperatives Outcome 85 6. Zusammenfassung 87 7. Summary 89 8. Literaturverzeichnis 91 9. Abbildungs-und Tabellenverzeichnis 103 9.1 Abbildungsverzeichnis 103 9.2 Tabellenverzeichnis 104 10. Anhang 106 10.1 Appendix 106 10.2 Lebenslauf 116 11. Danksagung 118 12. Anlagen 119 12.1 Erklärung zur Eröffnung des Promotionsverfahrens 119 12.2 Bestätigung über Einhaltung der aktuellen gesetzlichen Vorgaben 121