- AutorIn
- Dr. med. Kathrin Annegret Baumann
- Titel
- Risikobewertung von Zwillingsschwangerschaften - Retrospektive Datenanalyse aus Daten der sächsischen Perinatalerhebung 2017
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-1030693
- Erstveröffentlichung
- 2026
- Datum der Einreichung
- 01.07.2026
- Datum der Verteidigung
- 10.03.2026
- Abstract (DE)
- Zwillings- und Mehrlingsschwangerschaften führen im Vergleich zu Einlingsschwangerschaften zu höheren Risiken für Mütter und ihre Kinder. Um die Schwangerschaftsraten einer assistierten Reproduktion (ART) zu erhöhen, wurden in den ersten Jahren der Reproduktionsmedizin oftmals zwei oder drei Embryonen pro Zyklus transferiert. Dieses Vorgehen nimmt eine erhöhte Zwillings- und Mehrlingsrate trotz bekannten Risiken für Mütter und ihre Kinder in Kauf. Der tief verankerte Wunsch der infertilen Paare nach einem Kind, die höhere Schwangerschaftsrate durch Embryotransfers mit mehr als einem Embryo sowie das restriktive Embryonenschutzgesetz führen dazu, dass in Deutschland weiterhin relativ häufig der double embryo transfer (DET) erfolgt. Daher sind die Zwillings- und Mehrlingsraten in Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin überdurchschnittlich hoch. Für ein individuelles Beratungsgespräch vor Embryotransfers zwischen den Reproduktionsmediziner:innen und den Paaren wären maternale Risikomarker für Zwillingsschwangerschaften mit besonders hohem Risiko wünschenswert. Ziel dieser Studie ist es, besondere Risiken von Zwillingschwangerschaften und -geburten zu identifizieren und prädiktive präkonzeptionelle Risikofaktoren der Mütter zu erkennen. Diese sollen Grundlage des Beratungsgespräches werden und in den Entscheidungsprozess der zu wählenden Embryonen pro Transfer einfließen.
- Abstract (EN)
- Twin and multiple pregnancies present higher risks for mothers and their children compared to singleton pregnancies. In the early years of reproductive medicine, two or three embryos per cycle were often transferred to increase the pregnancy rates of assisted reproductive technology (ART). This approach accepts an increased rate of twin and multiple pregnancies despite known risks for mothers and their children. The deeply rooted desire of infertile couples to have a child, the higher pregnancy rate through embryo transfers with more than one embryo, and the restrictive embryo protection law result in the relatively frequent use of double embryo transfer (DET) in Germany. Therefore, twin and multiple pregnancy rates in Germany remain significantly higher than the international average. Maternal risk markers for twin pregnancies with particularly high risks would be desirable for individual counseling sessions before embryo transfers between reproductive medicine specialists and couples. The aim of this study is to identify specific risks of twin pregnancies and births and to recognize predictive preconceptional risk factors of mothers. These should form the basis of counseling sessions and influence the decision-making process regarding the number of embryos to be transferred per cycle.
- Freie Schlagwörter (DE)
- elektiver Single-Embryo-Transfer (eSET), Assistierte Reproduktionstechniken (ART), Perinatalerhebung Sachsen, Zwillingsschwangerschaften, präkonzeptionelle Risikofaktoren
- Freie Schlagwörter (EN)
- elective single embryo transfer (eSET), assisted reproductive technology (ART), Saxon Perinatal Survey, twin pregnancies, preconception risk factors
- Klassifikation (DDC)
- 610
- Klassifikation (RVK)
- YM 7304
- GutachterIn
- PD Dr. med. Maren Goeckenjan-Festag
- Prof. Dr. med. Mario Rüdiger
- Den akademischen Grad verleihende / prüfende Institution
- Technische Universität Dresden, Dresden
- Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-1030693
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 06.05.2026
- Dokumenttyp
- Dissertation
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY 4.0- Inhaltsverzeichnis
I. Inhaltsverzeichnis I II. Abbildungsverzeichnis III III. Tabellenverzeichnis IV IV. Abkürzungsverzeichnis VII 1 Einleitung 1 1.1 Zwillingsschwangerschaften in Deutschland 1 1.2 Unerfüllter Kinderwunsch und assistierte Reproduktion 5 1.3 Perinatalerhebung als Quelle der Datenanalyse 12 1.4 Fragestellung und Ziele der Arbeit 15 2 Material und Methoden 16 2.1 Material 16 2.2 Methoden 18 2.3 Definitionen der Parameter der QS Perimed 19 2.4 Vergleich von Einlings- und Zwillingsgeburten 19 2.5 Analyse der sächsischen Stichprobe mit bundesdeutschen Perinataldaten 19 2.6 Statistische Analyse 20 3 Ergebnisse 21 3.1 Deskriptive Beschreibung der Studienpopulation 21 3.2 Vergleich Perinatalerhebung Deutschland vs. Sachsen 2017 21 3.3 Vergleich Einlingsgeburten vs. Zwillingsgeburten 27 3.4 Vergleich der Gruppenanalyse von Zwillingsgeburten <32+0 vs. ≥ 32 +0 SSW 35 3.5 Vergleich von Zwillingsgeburten mit und ohne definiertes Risikoprofil 42 4 Diskussion 49 4.1 Vergleich Perinatalerhebung Sachsen vs. Deutschland 2017 49 4.2 Einlings- und Zwillingsschwangerschaften im Vergleich (Daten der Sächsischen Perinatalerhebung) 54 4.3 Vergleich der Entbindungen in Sachsen im Vergleich zu Entbindungen am Perinatalzentrum 58 4.4 Zwillingsschwangerschaften und -geburten nach ART 62 4.5 Risikofaktoren für besonders risikoreiche Zwillingsschwangerschaften 64 4.6 Ausblick 65 4.7 Limitationen der Untersuchung 69 5 Schlussfolgerung und Ausblick 70 6 Deutsche und englische Zusammenfassung 71 Anhang 75 Beratungsergebnis für Ethikantrag 75 Perinatalerhebungsbogen 2017 79 Literaturverzeichnis 89 Lebenslauf 97 Danksagung 98 Eidesstattliche Erklärung 99 Erklärungen zur Eröffnung des Promotionsverfahrens 100 Bestätigung über Einhaltung der aktuellen gesetzlichen Vorgaben 102