- AutorIn
- Eugenia Renner
- Titel
- Soziales Commitment türkischstämmiger Allochthonen der zweiten bis vierten Generation.
- Untertitel
- Ein kritischer Beitrag zur Integrationsforschung.
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-1009038
- Erstveröffentlichung
- 2025
- Datum der Einreichung
- 16.06.2025
- Datum der Verteidigung
- 04.12.2025
- Abstract (DE)
- Die vorliegende Dissertation untersucht die Mitwirkungs- und Commitment-Prozesse der türkischstämmigen Allochthonen der zweiten bis vierten Generation in Deutschland im Kontext des Integrationsdiskurses. Als konzeptionelle Grundlage dient das Modell des organisationalen Commitments, das ursprünglich im organisationspsychologischen Kontext zur Untersuchung der Bindung von Mitarbeitenden an ihre Organisationen entwickelt wurde, sich jedoch aufgrund seines universellen Charakters auch auf andere disziplinäre Kontexte übertragen lässt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie durch aktive Mitwirkung in Organisationen wie Kindergärten, Schulen und berufliche Betriebe subjektiv erlebte gesellschaftliche Bindung entsteht und sich über verschiedene Lebensphasen hinweg entwickelt. Daher wird in dieser Arbeit eine sozialwissenschaftliche Perspektive eingenommen. Diese erlaubt es, Commitment nicht nur als organisationsspezifisches Phänomen, sondern als dynamisches soziales Geschehen zu begreifen, das aus aktiver Mitwirkung hervorgeht und sich als subjektiv empfundenes soziales Commitment gegenüber der Gesellschaft manifestiert. Die Übertragbarkeit organisationaler Commitment-Erfahrungen auf die gesellschaftliche Ebene bildet dabei den theoretischen Kern der Untersuchung. Zur empirischen Prüfung der theoretisch angenommenen Übertragbarkeit organisationaler Commitment-Erfahrungen auf die gesellschaftliche Ebene wurde eine rekonstruktive, qualitativ-empirische Untersuchung auf Basis problemzentrierter Interviews mit 14 Teilnehmenden - acht Erwachsenen, vier Jugendlichen und zwei Kindern - durchgeführt. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse. Die Ergebnisse zeigen, dass soziales Commitment eng mit organisationalen Bindungserfahrungen verknüpft ist. Beide Formen des Commitments entstehen durch vergleichbare soziale Mechanismen wie Verpflichtungen, Investitionen und Zufriedenheit. Organisationen übernehmen dabei eine zentrale Funktion, indem sie Räume für Beziehungsgestaltung, Zugehörigkeit und den Erwerb sozialer Kompetenzen schaffen, die die Entwicklung von sozialem Commitment auf gesellschaftlicher Ebene nachhaltig unterstützen.
- Freie Schlagwörter (DE)
- qualitative Sozialforschung, Integrationsdiskurs, türkischstämmige Allochthone, Bindung durch Mitwirkung, organisationales Commitment, soziales Commitment
- Freie Schlagwörter (EN)
- qualitative social research, integration discourse, allochthones of Turkish origin, commitment through engagement, organizational commitment, social commitment
- Klassifikation (DDC)
- 370
- Klassifikation (RVK)
- DU 2000
- GutachterIn
- Prof. Dr. Cornelia Wustmann
- Prof. Dr. Daniela Braun
- BetreuerIn Hochschule / Universität
- Prof. Dr. Cornelia Wustmann
- BetreuerIn - externe Einrichtung
- Prof. Dr. Daniela Braun
- Den akademischen Grad verleihende / prüfende Institution
- Technische Universität Dresden, Dresden
- Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-1009038
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 15.12.2025
- Dokumenttyp
- Dissertation
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis